Warum Ihr Treueprogramm keine App braucht

Fakt ist: Kunden wollen keine weitere App
Ihr Treueprogramm scheitert nicht an schlechten Prämien. Es scheitert, weil es vom Kunden einen Schritt verlangt, den er nicht gehen will: noch eine App herunterladen, installieren und sich darin registrieren.
Stellen Sie sich die Situation an der Kasse vor. Die Kellnerin fragt: „Haben Sie unsere App?“ Der Kunde schüttelt den Kopf, hinter ihm wartet eine Schlange, und die Chance ist vertan. Nicht, weil ihn das Programm nicht interessiert, sondern weil der Weg dorthin zu lang ist.
Die gute Nachricht: Es gibt einen kürzeren Weg. Eine Karte, die mit einem Fingertipp in Apple Wallet oder Google Wallet gespeichert wird, ohne App Store, ohne Passwörter und ohne Warten.
Warum Treue-Apps selten erfolgreich sind
Die meisten installierten Apps sind innerhalb eines Monats vergessen. Laut einer Auswertung von Business of Apps über 31 App-Kategorien kehren im Schnitt 25,3 % der Nutzer am Tag nach der Installation zurück, am 30. Tag sind es nur noch 5,7 %. Dieselbe Quelle gibt an, dass eine durchschnittliche App in den ersten drei Tagen 77 % ihrer täglich aktiven Nutzer verliert.
Für ein Treueprogramm bedeutet das drei Probleme:
- Hürden beim Einstieg. Download, Registrierung, Passwort, Berechtigungen. Bei jedem Schritt springt ein Teil der Kunden ab, und all das passiert an der Kasse, vor der wartenden Schlange.
- Der Kampf um Platz. Auf dem Bildschirm des Kunden konkurriert Ihre App mit sozialen Netzwerken, der Banking-App und Nachrichten. Ein Café oder ein Salon gewinnt da selten.
- Kosten. Entwicklung, Wartung für iOS und Android, Updates nach jeder neuen Version des Betriebssystems. Für ein kleines oder mittleres Unternehmen ist das eine Investition, die sich nur schwer auszahlt, wenn nur wenige Prozent der Nutzer aktiv sind.
Was ein Wallet-Pass ist und wie er funktioniert
Ein Wallet-Pass ist eine digitale Karte in einer App, die der Kunde bereits hat: Apple Wallet auf dem iPhone oder Google Wallet auf Android. Kein Download, kein neues Passwort.
So sieht der Weg des Kunden aus:
- Der Kunde scannt den QR-Code an der Theke oder auf dem Kassenbon oder öffnet einen Link aus einer E-Mail oder Nachricht.
- Er gibt auf einer kurzen Webseite seine Grunddaten ein (Name, E-Mail-Adresse oder Handynummer).
- Er tippt auf „Zu Apple Wallet hinzufügen“ oder „Zu Google Wallet hinzufügen“. Die Karte ist gespeichert.
- Beim nächsten Besuch zeigt er die Karte an der Kasse. Das Personal scannt sie, und Stempel oder Punkte werden sofort auf der Karte aktualisiert.
Das Ganze dauert weniger als eine Minute. Die Karte trägt das Design Ihrer Marke, mit Logo, Farben und Punktestand, und Sie können sie jederzeit aus der Ferne ändern.
Was Sie als Händler davon haben
Die Wallet-Karte beseitigt die größte Hürde: den Einstieg ins Programm. Mehr Kunden im Programm bedeuten mehr wiederkehrende Besuche.
| Treue-App | Wallet-Karte | |
|---|---|---|
| Anmeldung des Kunden | Download, Registrierung, Passwort | QR-Code und ein Fingertipp |
| Zeit an der Kasse | Mehrere Minuten | Weniger als eine Minute |
| Wo die Karte liegt | Eine von Dutzenden Apps | In der Wallet, neben den Zahlungskarten |
| Benachrichtigungen an Kunden | Abhängig von den App-Berechtigungen | Kartenupdate mit Benachrichtigung auf dem Sperrbildschirm |
| Entwicklung und Wartung | Zwei Apps (iOS und Android) | Eine Plattform für beide Systeme |
| Design oder Angebot ändern | Neue App-Version | Sofort, aus der Ferne |
Drei Vorteile, die Händler meist als Erstes bemerken:
- Die Karte wird nicht vergessen. Der Kunde hat sie immer dabei, auf dem Smartphone, das er beim Bezahlen ohnehin zückt.
- Ein direkter Kommunikationskanal. Wenn Sie den Punktestand ändern oder ein Angebot hinzufügen, sieht der Kunde das auf der Karte, mit einer Benachrichtigung. Ohne SMS-Versand und ohne Spamfilter.
- Daten über Ihre Gäste. Sie sehen, wer wiederkommt, wie oft und welche Prämien funktionieren. Eine Papierkarte verrät Ihnen das nie.
Wann eine App trotzdem sinnvoll ist
Eine App ist keine schlechte Idee, nur selten ein guter Anfang. Sinnvoll ist sie, wenn Sie Ihren Kunden etwas bieten, das sie täglich nutzen: Bestellungen, Reservierungen, Trainingstracking oder Online-Shopping.
Auch dann hilft die Wallet-Karte. Ein Kunde, der die App nicht installieren will, kann trotzdem am Programm teilnehmen, und wer sie hat, bekommt mit der Karte in der Wallet einen schnelleren Weg, sich an der Kasse zu identifizieren. Die Wallet ist kein Ersatz für Ihre App, sondern die Eingangstür für alle, die sie nie herunterladen werden.
So starten Sie in fünf Schritten
Ein digitales Treueprogramm können Sie ohne Entwickler und ohne neue Geräte an der Kasse starten.
- Wählen Sie die Mechanik. Stempel (z. B. 9 Kaffees, der 10. gratis), Punkte nach Umsatz oder Mitgliedsstufen. Für Cafés und Salons sind Stempel der einfachste Einstieg.
- Legen Sie eine Prämie fest, die sich lohnt. Wertvoll genug, um zu motivieren, und nah genug, dass der Kunde sie in den ersten ein, zwei Monaten erreicht.
- Gestalten Sie die Karte. Logo, Farben und eine klare Botschaft auf der Vorderseite. Bedingungen und Kontaktdaten gehören auf die Rückseite.
- Platzieren Sie den QR-Code dort, wo Kunden warten. Auf der Theke, dem Kassenbon, den Tischen, im Schaufenster und in Ihrer E-Mail-Signatur. Geben Sie Ihrem Personal einen Satz an die Hand, mit dem es die Karte anbietet.
- Werten Sie aus und passen Sie an. Prüfen Sie nach einem Monat, wie viele Kunden im Programm sind und wie viele davon wiedergekommen sind, und ändern Sie bei Bedarf die Prämie oder die Botschaft.
Fazit
Das beste Treueprogramm ist eines, dem Kunden ohne Nachdenken beitreten. Die Wallet-Karte macht das möglich: ein Fingertipp, keine App, und die Karte ist immer in der Tasche.
Walletap hilft Unternehmen, Treuekarten, Mitgliedsausweise und Tickets in Apple Wallet und Google Wallet zu starten. Auch Pro-Gym, die größte Fitnessstudio-Kette in Istrien, Kroatien, nutzt Walletap für die Mitgliedsausweise an ihren fünf Standorten.
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